10.11.2021: Der Online-Motivationstag für Schüler*innen: "Berufliche Bildung" geht digital

Das Bayerische Wirtschaftsministerium veranstaltete gemeinsam mit dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Bayern den virtuellen Motivationstag für Schüler*innen und Eltern im Landkreis Lichtenfels.

 

Fast 500 Teilnehmende, darunter 250 Schüler*innen verschiedener Schularten, nahmen am digitalen Motivationstag „Berufliche Bildung - Zukunft für Alle!“ teil. Sie konnten sich bei interaktiven Unternehmensbeiträgen Einblicke in die Arbeits- und Ausbildungswelt in der Region verschaffen und mit Unterstützung der verschiedenen Institutionen ihre Stärken, Potentiale und Perspektiven entdecken.  


„Mir hat der Tag super gefallen – vor allem die vielen Workshops. Sowas habe ich bisher noch nicht gemacht“ – so der O-Ton eines Schülers aus der Mittelschule Lichtenfels. „Virtuelle Berufsorientierung ist neu, anders und spannend. Wir freuen uns, dass wir innerhalb des Netzwerkes SCHULEWIRTSCHAFT Lichtenfels Unterstützer*innen und Mutmacher*innen gefunden haben, die virtuell die Türen öffnen und Einblicke geben. Der digitale Motivationstag ermöglicht interessante Begegnungen, setzt neue Impulse und macht Spaß – das ist unser Ziel“, so Pia Schwarz, stellvertretende Geschäftsführerin von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern.


Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert eröffnete die Veranstaltung mit einer Videobotschaft. „Es freut mich sehr, dass sich Schüler*innen, Unternehmen und Eltern in diesem digitalen Format mit dem Thema der beruflichen Bildung beschäftigen. Politik, Wirtschaft und Schule haben das gemeinsame Ziel, dass ausbildungsinteressierte junge Menschen und Unternehmen noch besser zusammenfinden – das gilt umso mehr während einer Pandemie. Die virtuelle Veranstaltung ermöglicht es Schüler*innen, wertvolle Einblicke in die Unternehmen zu bekommen und die beruflichen Chancen vor Ort zu entdecken. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Eine abgeschlossene Ausbildung ist der beste Start ins Berufsleben.“
Im Livestream sprach DER Shootingstar aus der Motivationsszene Deutschlands Steffen Kirchner zu den Jugendlichen. In seinem Vortrag ermutigte er die Jugendlichen, eigene Stärken zu entdecken. Er zeigte Wege auf, wie sie mit der Krise umgehen können und motivierte sie dazu, sich selbstbestimmt zu entwickeln und selbstbewusst den eigenen Weg zu gehen. Im interaktiven Chat stellten die Jugendlichen Fragen an Herrn Kirchner, die sich vor allem um das Thema Motivation und Zukunft drehten.


Um den Fachkräften von morgen Eindrücke aus der Berufswelt zu vermitteln, wurden sechszehn interaktive Unternehmensbeiträge rund um die berufliche Bildung angeboten. Die Jugendlichen konnten unter anderem einen virtuellen Stärkenworkshop besuchen, waren im Austausch mit Auszubildenden aus verschiedenen Ausbildungsberufen und Unternehmen und holten sich bei Expert*innen der IHK, HWK und Agentur für Arbeit wertvolle Tipps rund um die Bewerbung und zur Persönlichkeitsentwicklung.

 

„Die Erfahrungen nach fast zwei Jahren Corona haben gezeigt, dass reale Präsenz und Begegnung bei der Berufsorientierung eine ganz zentrale Rolle spielen. Leider müssen wir immer noch mit Einschränkungen zurechtkommen und deshalb freuen wir uns umso mehr, dass dieser Online-Motivationstag zu uns in den Landkreis gekommen ist und den Schüler*innen die Möglichkeit gibt, sich über die Chancen und Perspektiven in der Region zu informieren“, resümierte Hartmut Büchner, Vorsitzender des SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerkes Lichtenfels und Stellv. Unternehmensbereichsleiter der Sparkasse Coburg-Lichtenfels. 

 

Zum Abschluss des Abends ermutigte Steffen Kirchner in seinem virtuellen Vortrag „Unmotivierte Menschen gibt es nicht!“ die Eltern, ihre Kinder auf dem Weg in ein erfülltes Berufsleben zu begleiten, indem sie Stärken und Kompetenzen entdecken, Raum für Entwicklung lassen, Praktika fördern und Vertrauen und Gelassenheit zeigen.

 


Oktober 2021: Zweiter Schwellenbrecher-Tag des Schulewirtschaft-Netzwerks Lichtenfels - Interessante Einblicke in die Berufswahl

 

Beim zweiten Schwellenbrecher-Tag des SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerks Lichtenfels konnten 180 Mittelschüler:innen der 8.Klasse die Schwelle zu potentiellen Praktikums-und Ausbildungsbetrieben überschreiten und interessante Einblicke in die Berufswahl gewinnen.

 

Unlängst fand im Landkreis Lichtenfels der zweite sogenannte Schwellenbrecher-Tag statt.

 

Schüler:innen der 8.Klasse aller Mittelschulen hatten die Möglichkeit die „Schwelle“ zu potenziellen Ausbildungs- oder Praktikumsbetrieben zu überschreiten. Potentielle Arbeitgeber hatten die Gelegenheit früh mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen.

 

Nachdem die Veranstaltung 2019 ein großer Erfolg war und 2020 coronabedingt ausfallen musste, konnte die Berufsorientierungsmaßnahme in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Dabei hatten die 8.Klässler:innen der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels, der Adam-Riese-Schule Bad Staffelstein, der Albert-Blankertz-Schule Redwitz und der Mittelschule Altenkunstadt die Möglichkeit jeweils zwei Betriebe zu besuchen.

 

Im Rahmen der Vorbereitungen hatten Cornelia Schaller, Schulewirtschafts-Expertin des Landkreis Lichtenfels, die Kontaktlehrer:innen der Mittelschulen, Jochen Mantel von der HWK und einige Klassenleiter:innen zwanzig Betriebe mit unterschiedlicher Ausrichtung für die Schülergruppen ausgewählt.

 

Gruppenweise konnten die Schüler:innen je zwei Betriebe besuchen und sich direkt vor Ort über das Berufsbild informieren.

 

 

So war die 8bG der HOS z.B. bei S.M.I.A . , einem großen Automobilzulieferer in Michelau, in der Lehrlingswerkstatt zu Gast. Neben theoretischen Ausführungen und einer sehr interessanten Betriebsführung, konnten sich die Schüler:innen in der Lehrlingswerkstatt auch selbst beim Bohren ausprobieren. Drei Jugendliche entschieden sich danach, dort ihr erstes Betriebspraktikum zu absolvieren.

 

Einen Kontrast zur industriellen Fertigung bildete danach der Besuch im Korbmuseum in Michelau, wo der Korbflechtmeister P. Lefteris den Jugendlichen die Ausbildungsmöglichkeiten im Korbflechthandwerk näherbrachte.

 

Ganz handwerklich orientiert, besuchten die 8.Klässler:innen aus Redwitz eine Bäckerei, eine Metzgerei sowie einen Augenoptiker. Auch die Obermain-Therme hatte anlässlich des Schwellenbrecher-Tags wieder ihre Türen geöffnet und über die vielen Möglichkeiten in diesem Bereich informiert.

 

Die Bad Staffelsteiner Schüler:innen wurden von Günther Deinlein, Geschäftsführer der Görtler und Schramm GmbH, in die Welt der Bauberufe eingeführt und konnten daneben in der Autowerkstatt George Einblicke in den Beruf des Automechatronikers gewinnen.

 

Liebevoll wurden die Altenkunstädter:innen bei Regens Wagner über die Ausbildungsmöglichkeiten im pflegerischen Bereich aufgeklärt.

 

Die abschließende Reflexion der Veranstaltung durch die Kontaktlehrer:innen ergab, dass es für die Schüler:innen sehr gewinnbringend war, vor allem kleinere Betriebe kennen zu lernen.

 

Auch die beteiligten Firmen zogen ein durchweg positives Fazit, so dass die Veranstaltung im nächsten Schuljahr sicher wiederholt wird.

 


21.09.2021 Vorstellung des Hausaufgabenheftes: Für einen erfolgreichen Übergang von der Schule ins Berufsleben - Tradition wird fortgeführt

Bereits seit 13 Jahren stellt das SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk Lichtenfels den Schülerinnen und Schülern im Landkreis Lichtenfels ein kostenloses Hausaufgabenheft zur Verfügung. Auch in diesem Jahr durften sich die Jugendlichen der letzten beiden Jahrgangsstufen über eines der insgesamt 1.200 Exemplare freuen.

 

Eine Vielzahl an Informationen rund um den Übergang von Schule ins Berufsleben machen das Hausaufgabenheft - neben einem schul- und hausaufgabenorientierten Kalendarium - zu etwas Besonderem. Das Heft beinhaltet wichtige Tipps für eine erfolgversprechende Bewerbung, die erfolgreiche Berufswahl oder den Start in die Ausbildung. Darüber hinaus können sich die Jugendlichen über konkrete Ausbildungsangebote informieren. Zahlreiche Unternehmen aus der Region nutzen das Angebot, um sich mit ihren Inseraten bei den potenziellen Bewerbern vorzustellen.

 

„Das SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk Lichtenfels versteht sich als Bindeglied zwischen Schulen und Wirtschaft. Durch verschiedene Maßnahmen verfolgen wir das Ziel, den beidseitigen Dialog zu fördern und so jungen Menschen eine gute Berufsorientierung zu ermöglichen. Das zu Beginn des Schuljahres verteilte Hausaufgabenheft bildet dabei eine wichtige Säule“, unterstreicht Hartmut Büchner, der Vorsitzende für den Bereich Wirtschaft.

 

Im Rahmen der Vorstellung des Hausaufgabenheftes bedankte sich Landrat Christian Meißner beim SCHULEWIRTSCHAFT -Netzwerk für die erneute kostenlose Bereitstellung. Neben der jährlich stattfindenden Ausbildungsmesse ist es mit den enthaltenen Informationen für die Jugendlichen ein wichtiger Mosiakstein beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder den Beruf. Obgleich vieles inzwischen ausschließlich in der digitalen Welt passiert, begrüßte er die Umsetzung in analoger Form, um sich so im Schulalltag schnell zu organisieren oder einen Überblick zu verschaffen.

 

Dass das Hausaufgabenheft hilfreich ist und gut angenommen wird, bestätigen Luca Dinkel, Nick Guse und Arthur Schreier von der Herzog-Otto-Mittelschule in Lichtenfels. Sie finden es klasse, dass das Heft zum Eintragen aller wichtigen Daten genutzt werden kann, aber auch auflockernde Inhalte wie die Welt- und Deutschlandkarte oder Spiele zum Zeitvertreib in der Pause beinhaltet. Besonders schätzen sie die Informationen zu den enthaltenen Ausbildungsbetrieben in der Region sowie die vielfältigen Tipps rund um die Bewerbung.

 

„Gerade in diesem Jahr ist die Berufsorientierung aufgrund der Corona-Pandemie zusätzlich erschwert. Daher wurde das Hausaufgabenheft um Informationen zur Initiative „Ausbildung macht Elternstolz“ des Bayerischen Staatsministeriums ergänzt. Über die Homepage www.elternstolz.de erhalten die Jugendlichen und Eltern jede Menge weiterführender Infos und wertvolle Tipps rund um die Berufsorientierung“, ergänzt Manfred Weber, der Herausgeber des Hausaufgabenheftes.

 


12.03.2021: Pressetermin für die Digitale Ausbildungsmesse Lichtenfels

Sind sehr zuversichtlich, dass die erste digitale Ausbildungsmesse in Lichtenfels vom 26. bis 30. April ein Erfolg wird (v. l. n. r.): Christian Förtsch (Vorsitzender Bereich Schule), Hartmut Büchner (Vorsitzender Bereich Wirtschaft), Nikolas Adjan (Geschäftsführer oabat), Dr. Joachim Selzam (Vertreter des Schulleiters der Staatl. Berufsschule Lichtenfels) beim Pressetermin am 12.03.2021

Bereits im Jahr 2020 musste die Lichtenfelser Ausbildungsmesse aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Be- und Einschränkungen zuerst verschoben und letztlich abgesagt werden. Da sich die Situation nicht wesentlich verbessert hatte, waren traditionelle berufsorientierende Maßnahmen wie Ausbildungsmessen im Frühjahr 2021 nicht möglich.

Jungen Menschen fehlte die Gelegenheit, Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber im Rahmen von Ausbildungsmessen auf ungezwungene Art und Weise kennenzulernen oder Berufseinblicke über Praktika zu sammeln.

 

Trotz oder gerade wegen Corona: Die 24. Lichtenfelser Ausbildungsmesse sollte stattfinden! – Im digitalen Gewand!

 

"Unsere Region braucht dringend gut ausgebildete Fachkräfte - das gilt im Jahr 2021 mehr denn je. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass es für unsere digitale Bildungsregion gelungen ist, die Lichtenfelser Ausbildungsmesse in neuem Format anzubieten: Modern, zielgruppengerecht, orts- und zeitungebunden bringt sie junge Menschen und Ausbildungsbetriebe miteinander in Kontakt. Diese innovative digitale Präsentation eröffnet unseren Jugendlichen ganz neue Perspektiven“, unterstreicht Landrat Christian Meißner die Bedeutung der Lichtenfelser Ausbildungsmesse und wünscht den jungen Besucherinnen und Besuchern viele neue Erkenntnisse sowie viel Erfolg bei der Berufswahl.

 

„Die Lichtenfelser Ausbildungsmesse stellt - auch aufgrund des hohen Bedarfs an qualifizierten Nachwuchskräften - einen unverzichtbaren Bestandteil für unsere Region dar. Dies belegen nicht nur die rege Nachfrage bzw. die hohen Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre“, stellt Hartmut Büchner, Vorsitzender für den Bereich Wirtschaft fest.

 

Unter dem Motto „Ausbildung sichert Zukunft“ bieten die Staatliche Berufsschule Lichtenfels und das SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk Lichtenfels vom 26. bis 30. April 2021 ein digitales Messekonzept an und leisten so einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Region.

Dabei arbeiten die Verantwortlichen eng mit dem Startup "oabat" zusammen. Das Start-Up-Unternehmen verfügt bereits über weitreichende Erfahrung bei der Durchführung digitaler Ausbildungsmessen. Die letzte Ausbildungsmesse wurde in Landshut erfolgreich durchgeführt. Über 10.000 Besucher, 102 teilnehmende Firmen und 230.000 Klicks sprechen eindeutig für das Konzept.

 

Über die App “Oabat” oder über die Website www.ausbildungsmesse-lichtenfels.de können die Schülerinnen und Schüler Beiträge und Kurzvideos der teilnehmenden Firmen aus der Region ansehen. Mit Hilfe der angebotenen Chat-Funktion können sie direkt mit den Ansprechpartnern der Ausbildungsbetriebe in Kontakt treten und ähnlich wie bei Whatsapp Chatnachrichten austauschen. Push-Nachrichten informieren die Schülerinnen und Schüler, sobald sie von den Betrieben eine Antwort erhalten.

Wer sich nicht traut, diesen ersten Schritt über die Chat-Funktion zu gehen, kann die Like-Funktion nutzen und die Firma liken, für die er sich interessiert. Es gibt junge Menschen, die interessiert bei einem Messestand stehen, aber zu schüchtern sind, um das Gespräch zu eröffnen und darauf warten, dass ein Ansprechpartner der Firma auf sie zugeht. Mit einem Like signalisieren sie einer Firma ihr Interesse. Nun können deren Ansprechpartner per Chat mit den Interessenten Kontakt aufnehmen.“

 

Darüber hinaus bietet die App die Möglichkeit, sich direkt für einen Praktikumsplatz oder eine Ausbildungsstelle zu bewerben. „Dadurch wird der Weg zwischen Interesse und Bewerbung besonders kurz“, unterstreicht Niklas Adjan, einer der Gründer von oabat.

 

Für teilnehmende Ausbildungsbetriebe bietet sich so die Chance, den Schülerinnen und Schülern einen Blick hinter die Kulissen zu geben sowie über Praktikums- sowie Ausbildungsplätze zu informieren. Darüber hinaus können sie sich mit den Fachkräften von morgen vernetzen, Nachwuchskräfte kennenlernen und vom eigenen Betrieb bzw. einer Karriere im eigenen Unternehmen überzeugen.

 

Selbstverständlich ist eine digitale Messe für viele zunächst neu. Um einen reibungslosen Ablauf der Messe zu gewährleisten, werden deshalb alle zuständigen Lehrkräfte im Vorfeld geschult. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die digitale Messe unter den Schülerinnen und Schülern genauso gut angenommen wird, wie die traditionelle Ausbildungsmesse.

 

Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten an der Berufsschule Lichtenfels konnten bislang etwa 100 Unternehmen an der Ausbildungsmesse vertreten sein Leider musste daher in der Vergangenheit immer wieder Betrieben absagt werden, die gerne an der Messe teilgenommen hätten. Die Durchführung im digitalen Messekonzept bietet nun den Vorteil, dass hier keine Beschränkungen gegeben sind.

 

In den beiden letzten Jahren zählte die Lichtenfelser Ausbildungsmesse jeweils rund 1.000 Besucher. Mit der Ausrichtung im digitalen Gewand, setzen Berufsschule und Arbeitskreis alles daran, um die Nachwuchskräfte von Morgen bei der Berufsorientierung zu unterstützen und so die Grundlage zu schaffen, ihren Traumberuf zu erlernen.